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Veranstaltungsplan:     Marketing

Warum durchbricht in einem James Bond Film ein Auto eine Parkhauswand im dritten Stock und fliegt auf der gegenüberliegenden Straßenseite direkt in eine Niederlassung von Sixt? Zufall oder eine Form von Marketing?

Unter Marketing versteht man meist Werbung, Sponsoring, Product Placement und ähnliche Begriffe. Das ist kein Wunder. Bei circa 3.000 Werbebotschaften, den wir täglich begegnen, den mind. 30 Millionen, mit denen Opel den Fußballverein Bayern München sponsort und dem eben erwähnten James Bond, dem Film zum Auto (kein Opel).

Aber Marketing ist natürlich mehr. Es ist zum Beispiel einleuchtend, das man für Investitionsgüter anders wirbt als für Konsumgüter. Die Streuverluste bei einer Werbe-Schaltung für Flugzeugträger in der Stadtteilzeitung wären einfach zu hoch. Marketing hängt also unter anderem von den Märkten ab, in denen man tätig ist.

Oder wie löst man das Problem, daß seit Mitte der 80er Jahre die durchschnittlichen Entwicklungszeiten für ein neues Produkt mittlerweile länger als der eigentliche Produktlebenszyklus sind und man damit in immer kürzerer Zeit die Investitionen wieder einspielen muß. Die Antwort kann nur in immer umfangreicheren und komplexeren Marketingstrategien liegen.

Jeder kennt heute Marken wie Coca Cola, Microsoft etc. Und jeder kennt Namen wie Infineon (obwohl keiner weiß, was dieser Name zu bedeuten hat) oder Hummel (fast, denn dieser Name blieb am Schluß nach diversen Auswahlkriterien zusammen mit drei anderen übrig, geeinigt hat man sich bei VW allerdings dann auf den Namen "Golf"). Marke und Name sind aber nur zwei Beispiele (neben Design, Verpackung etc.) für die Umsetzung der Marketingstrategien in Form der Produktpolitik. Und die Diskussion um Rabatte und Zugaben, zwei Formen der Kontraktionspolitik, ist auch noch in jedermanns Ohr.

"Geh'n wir essen oder zu McDonalds?" Wer ist nicht vom Thema Franchising betroffen, bei dem eben genannter Konzern der Vorreiter war. Betroffen, besser genervt, ist man auch häufig vom Geräusch eines Vorwerk-Staubsaugers, einem Produkt, daß ausschließlich im Direktvertrieb verkauft wird, also einem anderen Absatzweg der Distributionspolitik. Und bei der Kommunikationspolitik ist man wieder am Anfang des Textes, nämlich der Werbung, dem Sponsoring oder dem Product Placement, um nur einige Möglichkeiten zu nennen.